Über das Projekt

Das zunehmende Interesse an Wildobst, den „wilden“ Vorfahren unserer Obstbäume, ist dadurch entstanden, dass seine ökologische, gesundheitsfördernde und kulturhistorische Bedeutung immer mehr erkannt wurde. Zudem bereichern Wildobstgehölze, wie Schlehe, Kornelkirsche, Holunder, Vogelbeeren zu jeder Jahreszeit das Garten- und Landschaftsbild. Als Hecken bilden sie in der Landschaft wertvolle Strukturen, deren Früchte von süsseren Sorten auch „genascht“ werden können. Das Projekt Wildobst-Arboretum soll die Basis bilden, dieses alte Kulturgut bei uns umfassend zu fördern. Als erste systematische Wildobst-Sammlung in der Schweiz soll dieses alle europäischen Wildobst-Arten und deren Sorten enthalten und einem breiten Publikum präsentieren.

Dabei werden folgende Ziele verfolgt:

  • Erhaltung, Förderung und Weitervermehrung eines alten Kulturgutes – im Sinne einer lebenden Genbank und kulturellen Vielfalt.
  • Förderung eines wichtigen Elementes der Kulturlandschaft, welches auch als natürlicher Lebensraum einen wertvollen Beitrag zur Biodiversität leistet, z. B. für Heckenvögel sowie andere Heckenbewohner und die Landschaftsqualität aufwertet, durch eine reichhaltige Strukturierung des Landschaftsbildes.
  • Dokumentation und Sicherung der Kulturpflanzen und deren alten Sorten durch eine Daten- und Samenbank (ProSpecieRara).
  • Sensibilisierung von Baumschulen, Verwaltungen, Naturschutzorganisationen und Planern, diese vielseitig nutzbaren Pflanzen wieder vermehrt in Privatgärten und Kulturlandschaften anzupflanzen – sei es als Naschhecken, wilde nutzbare Gartengehölze oder zur Erhöhung der Biodiversität.
  • Aufzeigen von Nutzungsmöglichkeiten für die Landwirtschaft: Produkteentwicklung mit Naschhecken-Früchte, Stichwort gesunde Ernährung, Nischenprodukte.
  • Verbreitung von Wissen über den Nutzen von Wildobstgehölzen bezüglich Kulturgut, gesunde Produkte mit Wild-Pflanzen und deren Vermehrung.
  • Differenzierung zwischen Wildgehölzen natürlicher Provinienz und solchen, die züchterisch bearbeitet wurden. Pflanzempfehlungen und Anwendungsbeispiele.

Trägerschaft

Die Trägerschaft bildet die strategische Führung des Projektes. Sie ist bezüglich verschiedener Kompetenzen breit abgestützt und sichert durch ihre Aktivitäten, Fachwissen und Vernetzung die Langfristigkeit und Nachhaltigkeit des Projekts.

Die Trägerschaft wird gebildet durch:

 

Planung und Realisierung

Elisabeth Dürig, Victor Condrau,
DüCo GmbH
Büro für Landschaftsarchitektur
5702 Niederlenz

Fachberatung: Gertrud Burger ProSpecieRara (Mitglied der Geschäftsleitung, Bereichsleiterin Pflanzen), Pavel Beco (Wildobstspezialist, Dicken)

 

Unsere Partner

Projekt-Partner: Kanton Aargau (Abteilung Landschaft und Gewässer sowie Abteilung Landwirtschaft)

Pflege-Partner: Landwirtschaftsbetrieb Hans Bertschi, Dürrenäsch und Landwirtschaftsbetrieb „Gmüeser“, Thomas Urech, Hallwil (Bewirtschafter Standort Hallwil)

Pflanzenlieferanten: Pavel Beco, Baumschule Beco, Albisboden, Dicken. Koni Muff, Gärtnerei, Altishofen. Ruedi Glauser, Baumschule, Noflen. Roland Wenger, Unterlangenegg.

Finanzpartner: Swisslos-Fonds Aargau, Fonds Landschaft Schweiz FLS, Verein Hochstammfreunde Seetal, Stiftung Temperatio, Ernst Göhner Stiftung, Stiftung Corymbo, Binding Stiftung, Davidson Stiftung, Spendenstiftung Bank VonTobel, Zigerli-Hegi-Stiftung, Margarethe und Rudolf Gsell-Stiftung, Ella und J. Paul Schnorf-Stiftung

 

Presseberichte

Wynentaler Blatt, 3. Mai 2019

Lenzburger Bezirksanzeiger, 2. Mai 2019

Aargauer Zeitung, 29. April 2019

Tele M1, 28. April 2019

Schweiz am Wochenende, 27. April 2019

Tierwelt, 18. Oktober 2018

SRF 1, Regionaljournal Aargau Solothurn, 8. Juni 2018

Gartenzeit, 3/2018

Umwelt Aargau, Januar 2018

Milan, 4/2017

Wynentaler Blatt, 29. September 2017

Lenzburger Bezirksanzeiger, 28. September 2017

Dorfheftli, 27. September 2017